Die wärmste Ecke im Osten
Leben und Aufbegehren von Lesben und Schwulen in der Hauptstadt der DDR Videodokumentation, BRD 2008, Laufzeit 30 Minuten
Ein Film von Jonas David, Björn Kunow, Mirko Gutjahr, Daniel Niecke, Benjamin Lorang, Christoph Bongartz, Dennis Lehmann, Christian Senff, David Feliksiak, Rudolf Freundorfer, Andrea Scheuring und Freund/innen.
Lesben und Schwule in der DDR der 50er und 60er Jahre führten - wie auch Homosexuelle in der Bundesrepublik - meist ein Leben im Verborgenen. Erst unter dem Eindruck der 68er Revolte in Westeuropa, deren Welle der sexuellen Aufklärung mit dem Praunheim-Film "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" auch in den Osten schwappte, begann sich Anfang der 70er Jahre eine Emanzipationsbewegung von Lesben und Schwulen im "Arbeiter- und Bauernstaat" zu formieren.
Jugendliche der Video-AG (L)Einwand (Juventus e.V.) haben sich in Zusammenarbeit mit dem Sonntags-Club auf Spurensuche in die schwul-lesbische Historie begeben. Schwerpunkt der Recherchen war die "wärmste Ecke im Osten" zwischen "Rue de Galopp" und "Busche". In Interviews mit Zeitzeugen und Wissenschaftlern - u.a. mit Michael Unger (Sonntags-Club), Dr. Ursula Sillge (Lila Archiv) und Helga Wenzel ("Burgfrieden") - spüren sie Lebensgeschichten respektive Ausgrenzungs- und Verfolgungserfahrungen von Homosexuellen in der DDR nach.
Das Projekt wurde gefördert im Rahmen des Bundesprogramms Vielfalt tut gut - Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie Berlin-Pankow 2008.
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